Willkommen bei der Burschenschaft Holzminda in Göttingen
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Holzminda
Unsere Geschichte Eindrücke aus dem Aktivenleben Akademisches Fechten und die Mensur Über Göttingen und seine Hochschulen

Die Mensur dürfte wohl die am meisten bekannte und diskutierte Eigenart studentischer Korporationen sein. Auch in den Burschenschaften gibt es unterschiedliche Meinungen über das Fechten mit der scharfen Waffe.

PaukenBei der Gründung der Burschenschaften zu Beginn des vorletzten Jahrhunderts war es selbstverständlich, daß man das Fechten von den damals bestehenden Korporationen übernahm. Schließlich galt es als ein Privileg, das sonst dem Adel und dem hohen Militär vorbehalten war, Beleidigungen mit der Waffe abzuwehren und selbst dem Forderer „Satisfaktion“ (Genugtuung) geben zu können.

Doch mit dem Verbot des Duells hatte auch das Fechten seinen ursprünglichen Sinn verloren.

Trotzdem behielten die Korporationen das Prinzip der Mensur als Bestimmungsmensur bei. Mehr als 2/3 aller Burschenschaften – so auch die Burschenschaft Holzminda - fechten und setzen sich damit freiwillig dem Vorwurf aus, „ewig Gestrige“ zu sein..

Warum?

Pauken auf dem Balkon

Die Mensur ist ein Bestandteil des Korporationslebens wie die Farben, die man in Form von Band und Mütze trägt. Sie ist ein Bestandteil, auf den viele nicht verzichten wollen, und der bei näherer Betrachtung durchaus sinnvoll erscheint.

Es ist bestimmt kein „Diplom für Mut“, eine Mensur geschlagen zu haben, aber das Fechten erledigt sich auch nicht im Vorbeigehen. Wohl jeder hat Angst davor, und es ist nicht ganz leicht, die auftretenden Beklemmungen zu überwinden. Aber gerade das wird zum Positiven der Mensur: Man muß sich selbst beherrschen, man lernt, sich in den Griff zu bekommen, eine Erfahrung, die einem im späteren Leben nur von Nutzen sein kann. Außerdem festigt die Mensur das Verbundensein der Bundesbrüder, das Eintreten füreinander.

Schließlich soll die Mensur auch Erziehung zur Fairness und Ehrlichkeit dem anderen gegenüber sein: Nur bestimmte, allgemein bekannte Hiebe dürfen gefochten werden. Verstöße gegen die Fechtregeln sind verboten und werden geahndet.

Was sind nun die Regeln einer Bestimmungsmensur?

Mensurtag
Zwei nach Größe und technischem Können auf etwa gleicher Stufe stehende Fechter werden zusammengestellt, bestimmt (daher „Bestimmungsmensur“).

Sie stehen sich in einem Abstand von ca. 1 m gegenüber. Bis zum Kinn sind beide am ganzen Körper vor Verletzungen geschützt, auch Augen, Nase, Ohren und manchmal auch die Wange sind gedeckt. Nur der restliche Teil des Kopfes ist Trefferfläche.

Da die Waffe, der sogenannte Schläger, eine ausschließliche Hiebwaffe ist, die beiden Fechter sehr nahe beieinander stehen und der Kopf mit dem Schläger leicht gedeckt werden kann, ist die Trefferwahrscheinlichkeit in einer Bestimmungsmensur relativ gering.

Eine Mensur ist nach 30 oder 40 Gängen, von denen jeder einzelne nur ein paar Sekunden dauert, vorbei.

Wer ist denn nun der Sieger in einer solchen Bestimmungsmensur?

Akademisches Fechten
Bei der Bestimmungsmensur gibt es keinen Sieger und keinen Verlierer.

Die anschließende Wertung, die übrigens von den eigenen Bundesbrüdern vorgenommen wird, stellt nicht fest, wer der bessere war, sondern, ob sich der Fechter an die Regeln gehalten hat, ob er fair war und ob er das Können, was er im Training gezeigt hat, in der Mensur umsetzen konnte.

Sicher erfordert die Vorbereitung auf eine Mensur für eine gewisse Zeit volle Aufmerksamkeit, man schlägt aber während seiner Studentenzeit nicht alle paar Wochen eine Mensur, sondern die meisten während ihrer Studienzeit maximal ein bis zwei, so daß – anders als uns Verbindungsstudenten auch manchmal vorgeworfen wird – auch noch Zeit für andere Hobbys und das Studium neben dem Fechten bleibt...

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