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Im Jahre
953 wurde Göttingen unter dem Namen "Gutingi" erstmals
urkundlich
erwähnt. Kaiser Otto I. schenkte seinen dortigen Besitz damals
dem
Moritz-Kloster in Magdeburg. Etwas später ließ
Kaiser Heinrich II.
(1002-1024), dessen Pfalz Grona jenseits der Leine lag, aus
kaiserlicher Gnade im Dorf Gutingi eine Kirche bauen. Die Pfalz (Burg)
Grona verlor aber nach Heinrichs Tod (1024) stark an Bedeutung und
wurde 1180 durch Heinrich den Löwen zerstört.
Begünstigt durch seine
Lage an der Nord-Süd Verkehrsstraße, die aus dem Tal
der Leine in das
mitteldeutsche Bergland eintritt, entwickelte sich außerhalb
des Dorfes
im 12. Jht. eine Kaufmannssiedlung.
Dieser
Siedlung wurde Anfang des 13. Jhts. - wahrscheinlich im Jahre 1211 oder
1212 - zusammen mit dem Dorf vom Pfalzgrafen Heinrich das Stadtrecht
verliehen. Das neue Gemeinwesen hieß nun "Gudingin" oder auch
"Gotingen" und erlebte einen schnellen Aufschwung und wachsenden
Wohlstand. Im Interesse der Sicherheit wurden Wälle und
Gräben
errichtet. Der Landesherr Herzog Albrecht der Fette
veranlaßte darüber
hinaus, daß der ehemalige herzogliche Wirtschaftshof in eine
Burg -
Balrhus genannt - (Heutiges Gelände der Karspüle)
verwandelt wurde.
Die
vor dem Groner Tor vom Herzog gegründete Neustadt entwickelte
sich
allerdings nicht so schnell wie die Altstadt, mit der Folge,
daß der
Rat der Stadt dem Herzog 1319 die Neustadt abkaufte, zusammen mit
dessen Zusicherung im Umkreis von einer Meile keine Burg zu bauen.
Danach
begann eine Zeit der wirtschaftlichen Blüte, es wurden Kirchen
gebaut -
die Jacobikirche (Baubeginn 1361), die Johanniskirche (im 13. Jht.) und
die Nikolaikirche, die heute als Universitätskirche dient -
und ein
repräsentatives Rathaus (Bau 1369-1444). Dort, wo im 11. Jht.
Die
allererste Kirche des Dorfes Gutingi stand, wurde 1423 die AlbaniKirche
errichtet. Darüber hinaus halten auch einige schöne
Fachwerkhäuser -
darunter die "Junkernschänke" (erbaut 1503) und das
"Schrödersche Haus"
(1549) - die Erinnerung an das Mittelalter wach. Der Stadtrat
schloß
Bündnisse mit Nachbarstädten und im Jahre 1351 wurde
Göttingen Mitglied
der Hanse, der die Stadt bis 1572 angehörte.

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Das Gänseliesel,
Wahrzeichen Göttingens
(Geschichte des
Gänseliesels)
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